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Nachttisch selber bauen aus Holz, Paletten und mehr

Du willst einen Nachttisch selber bauen? Hier findest du einfache Ideen aus Holz, Paletten und als Hängevariante – mit Materialtipps, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und alltagstauglichen Dekoideen.

Nachttisch selber bauen aus Holz, Paletten und mehr

Nachttisch selber bauen: einfache Ideen für dein Schlafzimmer

Ein selbstgebauter Nachttisch ist praktisch, persönlich und oft günstiger als ein fertiges Modell. Du kannst Größe, Material und Stil genau an dein Schlafzimmer anpassen und nutzt den Platz neben dem Bett optimal. So entsteht ein Möbelstück, das wirklich zu dir und deinem Alltag passt.

Ob du einen schlichten Holzwürfel, einen Palettennachttisch oder eine schwebende Variante magst, hängt von deinem Stil und deinem Raum ab. Wichtig ist, dass dein Nachttisch stabil ist, genug Ablagefläche bietet und sich gut reinigen lässt. Genau darum geht es hier, Schritt für Schritt und mit vielen konkreten Beispielen.

Material für einen minimalistischen Nachttisch aus Holz

Wenn du zum ersten Mal ein Möbelstück baust, ist ein einfacher Nachttisch aus Holz ein guter Einstieg. Du brauchst nur wenige Teile, die sich gut verarbeiten lassen, und bekommst am Ende einen schlichten, modernen Nachttisch, der in fast jedes Schlafzimmer passt. Kiefernholz ist dafür ideal, weil es leicht, gut zu sägen und meist recht günstig ist.

Die richtige Holzart auswählen

Für einen rechteckigen Nachttisch in klassischer Größe kannst du dich an dieser Materialliste orientieren:

  • 2 Kiefernholzplatten ca. 50 x 30 cm (für Ober- und Unterseite)
  • 2 Kiefernholzplatten ca. 20 x 30 cm (für die Seiten)
  • 4 Stahlfüße, zum Beispiel 15 bis 25 cm hoch, je nach gewünschter Höhe
  • Holzleim für stabile Verbindungen
  • Schrauben passend zur Holzstärke
  • 4 Haltewinkel für die innere Verstärkung
  • Säge (Handsäge oder Stichsäge)
  • Bohrmaschine oder Akkuschrauber

Alle diese Teile bekommst du im Baumarkt oder online. Wenn du keine Säge zu Hause hast, lass dir die Holzbretter direkt im Baumarkt zuschneiden. Das kostet meist nur ein paar Euro und erspart dir viel Arbeit und Sägestaub in der Wohnung. Achte darauf, dass alle Bretter wirklich rechtwinklig und gleich breit sind, sonst kippelt der Nachttisch später.

Bei der Holzart bist du nicht auf Kiefer festgelegt. Für ein ruhigeres, etwas edleres Bild kannst du zum Beispiel Birke oder Buche nehmen. Magst du es rustikaler, sind Fichte oder sogar Altholz spannend. Wichtig ist, dass das Holz trocken ist, damit es sich später nicht stark verzieht. Unbehandeltes Holz kannst du nach dem Zusammenbau noch ölen, wachsen oder lackieren, je nachdem, wie robust die Oberfläche sein soll.

Konkrete Beispiele: In einem kleinen, hellen Schlafzimmer mit weißen Wänden wirkt ein Nachttisch aus naturbelassener Kiefer sehr freundlich und leicht. In einem eher dunklen Raum mit grauen Wänden passt ein in Schwarz oder Dunkelgrau lackierter Nachttisch aus Buche oft besser, weil er ruhiger und klarer wirkt.

Maße und Proportionen planen

Bevor du Holz kaufst, lohnt sich ein kurzer Blick auf dein Bett. Miss die Höhe deiner Matratze vom Boden bis zur Oberkante und plane den Nachttisch ungefähr auf gleicher Höhe oder maximal 5 cm höher. So kommst du bequem an Glas, Buch und Lampe, ohne dich verrenken zu müssen. Zu niedrige Nachttische sind im Alltag oft nervig, weil du dich jedes Mal weit nach unten beugen musst.

Überlege dir auch, wie viel du wirklich ablegen möchtest. Wenn du nur eine kleine Lampe, dein Handy und ein Glas Wasser brauchst, reicht eine Platte von 30 x 30 cm. Hast du gern ein Stapel Bücher, eine größere Lampe und vielleicht eine Box für Kleinkram, sind 40 bis 50 cm Breite angenehmer. In einem sehr schmalen Schlafzimmer kannst du den Nachttisch etwas tiefer, aber dafür schmaler planen, zum Beispiel 25 x 40 cm.

Typischer Fallstrick: Du planst zu knapp und ärgerst dich später, dass die Lampe kaum noch Platz lässt. Lege dir zur Probe ein Tablett in der geplanten Größe neben das Bett und stelle alles darauf, was du abends wirklich nutzt. So siehst du schnell, ob die Maße passen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für den einfachen Holznachttisch

Wenn alle Materialien bereitliegen, geht es an den Aufbau. Plane dir dafür lieber etwas mehr Zeit ein, vor allem wenn du selten mit Holz arbeitest. Sauberes Arbeiten bei den ersten Schritten spart dir später Ärger, zum Beispiel schiefe Kanten oder wackelige Verbindungen.

Vorbereitung und Ausrichten der Bretter

Lege zuerst alle zugeschnittenen Bretter auf einer ebenen Fläche zurecht. Die beiden großen Platten werden Ober- und Unterseite, die kleineren bilden die Seiten. Überlege dir, welche Seite nach außen zeigen soll. Holz hat oft kleine Macken, Astlöcher oder Farbunterschiede. Die schönere Seite kommt nach außen, die weniger perfekte nach innen oder nach unten.

Lege die untere große Platte mit der späteren Außenseite nach unten auf den Boden oder den Tisch. Stelle dann die beiden schmaleren Seitenbretter an die Längskanten, sodass ein U entsteht. Oben kommt später die zweite große Platte als Deckel darauf. Prüfe jetzt mit einem Winkel oder notfalls einem dicken Buch, ob die Ecken wirklich rechtwinklig sind. Wenn das Grundgerüst schief ist, bekommst du das später kaum noch korrigiert.

Praktisches Beispiel: Wenn du den Nachttisch an eine Wand mit Fußleiste stellst, plane ein paar Millimeter Luft nach hinten ein. Sonst liegt die Rückkante oben an der Wand an und unten steht der Nachttisch vor, was schnell wackelig wirkt.

Verleimen, verschrauben und verstärken

Trage nun an den Stoßkanten zwischen Bodenplatte und Seitenbrettern eine dünne Schicht Holzleim auf. Setze die Bretter wieder aneinander und drücke sie gut fest. Wenn du Schraubzwingen hast, nutze sie, damit alles beim Trocknen nicht verrutscht. Dann bohrst du von unten durch die Bodenplatte in die Seitenbretter vor und schraubst sie fest. So hält der Nachttisch schon ohne Deckplatte.

Als Nächstes kommt die obere Platte. Auch hier gibst du wieder etwas Holzleim auf die oberen Kanten der Seitenbretter und legst die Platte bündig auf. Wieder vorbohren, dann von oben oder von der Seite verschrauben, je nachdem, wie sichtbar die Schrauben sein dürfen. Wenn du die Schrauben nicht sehen möchtest, kannst du sie von innen setzen und zusätzlich mit Haltewinkeln arbeiten. Die Haltewinkel schraubst du innen an die Ecken, das stabilisiert das Ganze deutlich.

Typischer Fehler: Zu lange Schrauben, die oben oder an der Seite wieder herauskommen. Miss die Holzstärke genau und nimm lieber eine Nummer kürzer. Wenn doch einmal eine Schraubenspitze durchkommt, schleife sie vorsichtig ab und spachtele das Loch, bevor du lackierst.

Füße montieren und Oberfläche behandeln

Zum Schluss drehst du den Korpus um und markierst die Position der vier Stahlfüße an der Unterseite. Sie sollten nicht zu nah an der Kante sitzen, damit das Holz nicht ausreißt, aber auch nicht zu weit innen, sonst wirkt der Nachttisch schnell klobig. Schraube die Füße fest und prüfe, ob alles gerade steht. Wenn der Nachttisch wackelt, liegt es oft an ungleich hohen Füßen oder an einem leicht verzogenen Brett. Kleine Unebenheiten kannst du mit Filzgleitern ausgleichen.

Vor dem Lackieren oder Ölen schleifst du alle Flächen und Kanten mit feinem Schleifpapier (zum Beispiel Körnung 180 bis 240) glatt. Entferne den Staub gründlich mit einem leicht feuchten Tuch. Für ein natürliches Finish eignet sich Möbelöl oder Wachs, für eine deckende Optik ein Acryllack in Weiß, Grau oder einer kräftigen Farbe wie Dunkelblau.

Konkrete Beispiele: In einem Kinderzimmer sind Pastelltöne wie Mint, Rosé oder ein sanftes Gelb schön, weil sie freundlich wirken und nicht zu laut sind. Im Gästezimmer passen neutrale Töne wie Warmweiß oder Greige besser, weil sie sich mit unterschiedlicher Bettwäsche und Deko kombinieren lassen.

Nachttisch aus Paletten bauen

Ein Nachttisch aus Paletten wirkt lässig und passt gut zu einem Schlafzimmer im Industrial Stil oder zu einem eher rustikalen Look. Paletten sind robust und bringen durch ihre Struktur automatisch Fächer mit, die du als Stauraum nutzen kannst. Wichtig ist hier eine gute Vorbereitung, damit keine Splitter oder groben Verschmutzungen bleiben.

Paletten vorbereiten und zuschneiden

Für einen Nachttisch brauchst du keine ganze Europalette, die wäre zu groß und zu schwer. Ideal sind kleinere Paletten oder zugeschnittene Stücke. Wenn du nur eine große Palette bekommst, kannst du sie mit einer Stichsäge in passende Teile teilen. Trage dabei unbedingt eine Schutzbrille und Handschuhe, denn die Nägel und Kanten sind oft scharf.

Reinige die Paletten gründlich mit einer Bürste und etwas Seifenwasser, vor allem wenn sie draußen gelagert waren. Lass das Holz gut trocknen. Danach schleifst du alle Flächen und Kanten mit Schleifpapier ab, bis sich nichts mehr rau anfühlt. Gerade bei einem Nachttisch, an dem du jeden Abend vorbeigreifst, sind glatte Kanten wichtig, sonst holst du dir schnell einen Splitter.

Ein typischer Fallstrick bei Paletten: Manche sind mit Chemikalien behandelt oder stark verschmutzt. Achte auf Stempel wie „HT“ (hitzebehandelt) und meide Paletten mit unbekannter Herkunft für das Schlafzimmer. Wenn du unsicher bist, nimm lieber neue Palettenbretter aus dem Baumarkt.

Aufbau, Stapeln und Abdeckung

Eine einfache Variante ist, zwei oder drei gleich große Palettenstücke übereinander zu stapeln. So entstehen automatisch Fächer für Bücher, Zeitschriften oder eine kleine Box für Ladekabel. Richte die Paletten so aus, dass die schönere Seite nach außen zeigt. Wenn du magst, kannst du die Teile mit ein paar Schrauben an den Holzblöcken verbinden, damit nichts verrutscht.

Oben auf die Paletten legst du eine Abdeckung, damit du eine glatte Fläche hast. Hier eignet sich zum Beispiel eine zugeschnittene Plexiglasscheibe, eine Glasplatte oder auch ein schlichtes Holzbrett. Plexiglas ist praktisch, weil es leicht ist und nicht so schnell bricht. Glas wirkt dafür etwas edler, ist aber schwerer und empfindlicher.

Konkrete Beispiele: In einem Jugendzimmer macht sich ein Palettennachttisch mit klarer Plexiglasplatte und einer Metalllampe in Schwarz sehr gut. In einem Elternschlafzimmer kannst du die Paletten weiß lackieren, eine Glasplatte auflegen und dazu Bettwäsche in Leinenoptik kombinieren, das wirkt ruhiger und heller.

Rollen, Höhe und Alltagstauglichkeit

Wenn du den Nachttisch beweglich halten möchtest, schraube unten vier kleine Möbelrollen an. Achte darauf, dass sie für das Gewicht ausgelegt sind und eine Bremse haben, sonst rollt dir der Nachttisch beim Staubsaugen weg. In einem sehr kleinen Schlafzimmer kannst du so den Nachttisch auch mal zur Seite schieben, um besser ans Bett zu kommen.

Überprüfe vor dem Verschrauben der Rollen die Gesamthöhe. Der Nachttisch sollte mit Rollen nicht deutlich höher als deine Matratze sein, sonst wirkt er schnell wuchtig. Wenn du merkst, dass der Nachttisch zu hoch wird, nimm ein Palettenstück weniger oder kürze die Holzblöcke an der Unterseite.

Ein weiterer Tipp für den Alltag: Versiegle die Oberfläche mit Klarlack oder einem farbigen Lack, damit Staub und Flecken sich leichter abwischen lassen. Gerade bei Paletten sammelt sich sonst schnell Staub in den Rillen. In einem Allergikerhaushalt ist eine lackierte Oberfläche deutlich pflegeleichter.

Schwebenden Nachttisch mit Holzscheibe bauen

Ein hängender Nachttisch wirkt leicht und nimmt optisch kaum Platz weg. Er ist besonders praktisch, wenn du ein kleines Schlafzimmer hast oder unter dem Nachttisch noch etwas stehen soll, zum Beispiel ein Wäschekorb. Die Basis ist eine stabile Holzscheibe und ein kräftiges Seil, das du sicher an der Decke befestigst.

Holzscheibe und Seil vorbereiten

Suche dir eine runde Holzscheibe mit mindestens 25 bis 30 cm Durchmesser, damit eine Lampe, ein Buch und ein Glas Wasser darauf Platz finden. Baumarkt, Gartencenter oder auch Onlinehändler haben solche Scheiben, oft aus Birke, Eiche oder Akazie. Achte darauf, dass die Scheibe nicht zu dünn ist, 3 bis 4 cm sind gut, damit sie sich nicht durchbiegt.

Markiere auf der Oberseite drei Punkte in Dreiecksform, alle gleich weit vom Rand entfernt. An diesen Stellen bohrst du Löcher, durch die später das Seil geführt wird. Schneide dann drei gleich lange Seilstücke zu, etwa 30 cm oder länger, je nachdem, wie tief der Nachttisch hängen soll. Für ein Schlafzimmer im Boho Stil passen naturfarbene Baumwollseile oder Juteseile sehr gut. In einem eher modernen Raum wirken schwarze oder weiße Kunstfaserseile ruhiger.

Beispiele: In einem hellen Schlafzimmer mit viel Weiß und Beige sieht eine naturbelassene Holzscheibe mit hellem Baumwollseil sehr harmonisch aus. In einem minimalistischen Raum mit grauen Wänden kann eine dunkel lasierte Scheibe mit schwarzem Seil ein schöner Kontrast sein.

Montage und Ausrichten an der Decke

Fädle nun jedes Seilstück von unten durch eines der Löcher und mache unten einen festen Knoten, damit das Seil nicht wieder herausrutscht. Ziehe die Knoten gut fest. Oben führst du die drei Seilenden zusammen und bindest sie zu einer stabilen Schlaufe. An dieser Schlaufe wird der Nachttisch später aufgehängt.

In der Decke brauchst du einen Haken, der das Gewicht tragen kann. In einer Betondecke verwendest du einen passenden Dübel und einen Schraubhaken. In einer Holzdecke reicht meist ein kräftiger Holzschraubhaken. Die Befestigung muss wirklich sicher sein, vor allem wenn Kinder im Haushalt sind, die sich vielleicht an dem Nachttisch festhalten.

Hänge die Seilschlaufe in den Haken und richte die Holzscheibe mit einer Wasserwaage aus, bis sie gerade hängt. Ein häufiger Fehler ist, die Seile unterschiedlich lang zu schneiden oder die Knoten nicht auf gleicher Höhe zu setzen. Dann hängt die Scheibe schief. Wenn das passiert, löse die Knoten noch einmal und gleiche die Längen an.

Praktischer Tipp: Hänge den schwebenden Nachttisch nicht zu tief. In einem sehr kleinen Schlafzimmer kannst du ihn etwas höher hängen, damit du dir nicht ständig die Hüfte stößt, wenn du am Bett vorbeigehst. Plane außerdem genug Abstand zur Wand ein, damit die Scheibe nicht ständig anstößt, wenn du dich im Bett bewegst.

Weitere einfache Alternativen zum klassischen Nachttisch

Du musst nicht immer ein komplett neues Möbelstück bauen. Manchmal reicht es, vorhandene Dinge anders zu nutzen. Gerade wenn du wenig Werkzeug hast oder spontan eine Lösung brauchst, sind einfache Alternativen sehr praktisch. Wichtig ist immer, dass die Ablage stabil steht und zur Höhe deines Bettes passt.

Schnelle Lösungen mit wenig Werkzeug

Hier ein paar Ideen, die du schnell umsetzen kannst:

  • Ein oder mehrere Wandregale neben dem Bett montieren
  • Ein Holzbrett wie eine Schaukel an zwei Seilen aufhängen
  • Zwei übereinandergestapelte Weinkisten als Nachttisch nutzen
  • Einen Hocker oder Stuhl neben das Bett stellen
  • Alte Koffer stapeln, für einen Vintage Look
  • Einen kleinen Baumstamm als natürlichen Nachttisch verwenden

Ein Wandregal ist ideal, wenn du sehr wenig Platz hast oder der Boden frei bleiben soll, zum Beispiel für einen Saugroboter. Achte darauf, dass das Regal tief genug ist für deine Lampe und ein Glas Wasser. In Mietwohnungen solltest du bei sehr harten Wänden gute Dübel verwenden, damit das Regal nicht irgendwann ausbricht.

Weinkisten sind eine gute Lösung, wenn du kein Werkzeug hast. Du kannst sie einfach stapeln und bei Bedarf mit ein paar Schrauben verbinden. In die Fächer passen Bücher, eine Box für Kleinkram oder ein geflochtener Korb. In einem Schlafzimmer im Landhausstil sehen naturbelassene Kisten gut aus, in einem modernen Raum kannst du sie weiß oder grau lackieren.

Höhe, Stabilität und Alltag

Bei improvisierten Nachttischen ist die Höhe oft der Knackpunkt. Stelle Hocker, Stuhl oder Kisten probeweise neben das Bett und setze dich hin. Du solltest dein Glas Wasser im Sitzen bequem abstellen können, ohne dich weit nach oben oder unten zu strecken. Wenn die Ablage zu niedrig ist, kannst du mit einem zusätzlichen Brett oder einer zweiten Kiste nachhelfen.

Ein typischer Fallstrick: Schmale Stühle oder Hocker kippen schnell, wenn du dich im Halbschlaf abstützt. Teste die Stabilität bewusst, bevor du dich darauf verlässt. In einem Gästezimmer reicht oft ein schlichter Holzstuhl mit einer kleinen Tischlampe und einem Stapel Zeitschriften. Im Kinderzimmer sind stapelbare Kisten praktischer, weil sie Stauraum und Ablage in einem bieten.

Nachttisch individuell gestalten und dekorieren

Damit dein selbstgebauter Nachttisch wirklich zu dir passt, lohnt es sich, etwas Zeit in die Gestaltung zu stecken. Farbe, Griffe, kleine Details und die Deko machen einen großen Unterschied. Überlege dir zuerst, welche Funktion dein Nachttisch haben soll: nur Ablage oder auch Stauraum für Bücher, Brille, Medikamente oder Ladekabel.

Farben, Oberflächen und Stauraum

Wenn du es gern ordentlich hast, plane geschlossene Bereiche ein, zum Beispiel eine Kiste oder eine kleine Schublade, die du in den offenen Holznachttisch einschiebst. Für mehr Individualität kannst du die Fronten in einer Akzentfarbe streichen, etwa in Salbeigrün, Terrakotta oder einem warmen Sandton. In einem sehr ruhigen Schlafzimmer reichen oft klare Weiß- und Beigetöne, kombiniert mit Holz.

Praktische Beispiele: In einem skandinavisch inspirierten Schlafzimmer passen ein weiß lackierter Nachttisch, eine naturbelassene Holzplatte und Bettwäsche in Grautönen sehr gut zusammen. In einem eher bunten Raum mit gemusterten Kissen kannst du den Nachttisch in einer der Musterfarben streichen, zum Beispiel in einem warmen Blau oder einem gedeckten Rosa, damit alles verbunden wirkt.

Überlege auch, wie du Kabel verschwinden lassen kannst. Eine kleine Öffnung an der Rückseite des Holznachttisches oder ein Kabelclip an der Unterseite reicht oft schon. Wenn du Ladekabel fest einplanst, wirkt der Nachttisch im Alltag deutlich aufgeräumter, weil nichts mehr lose herunterhängt.

Deko, die wirklich alltagstauglich ist

Bei der Deko reichen wenige Teile: eine kleine Tischlampe, eine schlichte Vase mit ein paar Zweigen oder Trockenblumen, ein Wecker und vielleicht ein gerahmtes Foto. Zu viel Kleinkram macht den Nachttisch schnell unruhig und unpraktisch, vor allem beim Abstauben. Wenn du Duft magst, stelle eine kleine Duftkerze oder einen Raumduft dazu, aber achte auf ausreichend Abstand zu Textilien.

Konkrete Beispiele: In einem Kinderzimmer kannst du den Nachttisch bunt lackieren und mit Aufklebern oder Schablonen verzieren, etwa Sterne, Tiere oder Buchstaben. Im Gästezimmer wirkt ein schlichter Nachttisch mit einer neutralen Lampe, einem Glas Wasser und einem kleinen Stapel Zeitschriften einladend, ohne überladen zu sein.

Ein häufiger Fehler ist, den Nachttisch wie ein Dekoregal zu behandeln. Lass bewusst eine freie Ecke, in die abends dein Buch und dein Handy wandern. So musst du nicht jedes Mal erst Deko verschieben, wenn du ins Bett gehst.

Beleuchtung und Accessoires für deinen DIY-Nachttisch

Ohne passende Beleuchtung wirkt auch der schönste Nachttisch unfertig. Eine Nachttischlampe sollte genug Licht zum Lesen bieten, aber nicht grell sein. Praktisch sind Lampen mit warmweißem Licht und einem gut erreichbaren Schalter, damit du abends nicht lange tasten musst.

Die richtige Lampe für deinen Stil

Je nach Stil deines Nachttisches kannst du unterschiedliche Lampen wählen. Zu einem schlichten Holzwürfel passen zum Beispiel kleine Stoffschirm-Lampen in Beige oder Grau. Zu einem Palettennachttisch sehen Metalllampen in Schwarz oder Messing gut aus. Wenn du den Boho Stil magst, sind Lampen mit Rattan- oder Bambusschirmen eine schöne Ergänzung.

In sehr kleinen Schlafzimmern sind Wandleuchten mit Schwenkarm praktisch, weil sie keine Stellfläche auf dem Nachttisch wegnehmen. Du kannst sie direkt über dem Nachttisch montieren und den Arm so ausrichten, dass du im Bett gut lesen kannst. Dimmbare Lampen sind ideal, wenn du zwischen Leselicht und gemütlichem Abendlicht wechseln möchtest.

Beispiele: In einem modernen Schlafzimmer mit grauer Wand und Boxspringbett wirkt eine schwarze Wandleuchte mit Gelenkarm sehr klar. In einem gemütlichen Altbauzimmer mit Holzboden passt eine kleine Keramiklampe mit Stoffschirm und warmem Licht besser.

Kleine Helfer für mehr Ordnung

Als Accessoires eignen sich neben einer Vase und einem Wecker auch kleine Schalen für Schmuck oder Haargummis. Eine flache Schale verhindert, dass Kleinteile nachts vom Nachttisch fallen. Wenn du gern liest, plane einen festen Platz für dein aktuelles Buch ein, zum Beispiel ein kleines Fach oder eine Zeitschriftenablage unter der Tischplatte.

Für Ladekabel kannst du eine Mehrfachsteckdose mit Schalter hinter dem Nachttisch befestigen und die Kabel mit Clips führen, damit sie nicht ständig herunterrutschen. Eine kleine Box oder ein Körbchen für Nasenspray, Handcreme und Lippenpflege verhindert, dass sich lauter Kleinteile auf der Fläche verteilen.

In einem sehr reduzierten Schlafzimmer reicht oft schon eine schöne Lampe, ein Buch und vielleicht eine kleine Pflanze auf dem Nachttisch. In einem verspielteren Raum dürfen es auch ein paar mehr Dekoobjekte sein, zum Beispiel ein Kerzenständer, ein kleines Bild oder eine dekorative Box. Achte nur darauf, dass du abends noch genug Platz für dein Glas Wasser hast.

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